Foodstyling kann man lernen

Posted By on July 24, 2015

Visionen am Teller: ab Herbst foodstyling-Workshops für Profis

foodstyling ist für viele noch ein „Fremdwort“. Saša Asanović, foodstylist, Absolvent der Masterclass in Los Angeles, startet im Herbst die nächste Workshop-Serie für Profis aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Luxemburg und Südtirol.

Düfte, Temperaturen und Geschmäcker von Gerichten und Lebensmitteln auf Fotos sichtbar machen? Geht das? Nicht nur gehobene Küche, sondern auch ein Paar Frankfurter Würstl so abzulichten, dass dem Betrachter eines Plakates, Fotos, Inserates, einer Speisekarte, Filmes, das Wasser im Mund zusammenläuft?

Ja, das geht! Mit foodstyling!

In zwei praxisorientierten Tagen gibt der ausgebildete Gastroprofi und Erwachsenentrainer Saša Asanović seine Erfahrungen weiter, verrät wertvolle Tipps und Tricks für professionelles foodstyling. Denn um ein, den Betrachter sofort ansprechendes Bild zu bieten, müssen foodstylisten die Eigenschaften jedes Lebensmittels genau kennen. Jetzt steht das Herbstprogramm für eine neue Workshop-Reihe fest. Asanović, selbst Koch: „Als foodstylist muss ich wesentlich mehr Know How haben, als ein Koch. Zum Beispiel bei Polenta. Ich muss wissen wie der Duft, die Farbe, die Konsistenz ist, die die Polenta ausmachen.“

Nummer 1 in Mitteleuropa.

Der 1. foodstyling Workshop für Profis startet am 25. September 2015 in Wien und spricht FotografInnen, KöchInnen, KüchenchefInnen, FoodbloggerInnen, KochbuchautorInnen, Foodies, StylistInnen, ArtdirektorInnen an. Die Kosten sind überschaubar und können zum Teil gefördert werden.
Bereits Anfang April hat der Gastroprofi und Erwachsenentrainer Workshops abgehalten. Fotos und ein Video auf facebook zeigen das positive Feedback. Saša Asanović liegt mit seinen Foodworkshops in der Erwachsenenausbildung, seiner Art Wissen zu vermitteln und Kreativität zu fördern in Mitteleuropa ganz vorne.

Meisterklasse im Juni.

Eine „Meisterklasse“ findet von 19. bis 20. Juni 2015 im Studio der food artists in Wien statt. Getränke, Bierschaum & Bubbles – das perfekte Brathuhn – Dampf & Feuer – nicht essbares Fake-Ice sind Thema. Hier sollen Teilnehmer mit foodstyling Vorkenntnissen, in kleinen Teams ein eigenes Projekt umsetzen, von der Idee bis zum Shooting.

TERMINE für die foodsytling Workshops im Herbst:

25. + 26. SEPTEMBER 2015
INTENSIV WORKSHOP
Aufgaben eines foodstylisten − Werkzeug und Equipment
Schnelle Reparaturen mit tollen Ergebnissen – Müsli & Suppen − Burger & Sandwiches − gekochte Eier & Spiegeleier − Gegrilltes & Gebratenes sowie Salate & Veganes.
Keine Vorkenntnisse erforderlich!
Einschließlich einem Shooting-Assistenzeinsatz nach Terminvereinbarung.

19. + 20. JUNI und 16.+ 17. OKTOBER 2015
MEISTERKLASSE
Getränke, Bierschaum & Bubbles − das perfekte Brathuhn – Dampf & Feuer
Nicht essbares Fake-Ice − Sie setzen Ihr eigenes Projekt von der Idee bis zum Shooting selbst um. Je nach Teilnehmeranzahl können Projekte in 2er bis 4er-Teams realisiert werden. Vorkenntnisse im foodstyling unbedingt erforderlich!
Einschließlich einem Shooting-Assistenzeinsatz nach Terminvereinbarung.

Saša Asanović:
Absolvent der foodstyling Masterclass, L.A.,
Kalifornien unter Denise Vivaldo & Cindie Flannigan, Schüler von Lou Manna, New York
1986 bis 1995 Küchenleitung in führenden Häusern der österreichischen Gastroszene
1995 bis 1997 Absolvent der Erwachsenentrainer Ausbildungsakademie
Über 30 Unternehmen im In- und Ausland zählen zu seinen Kunden

Bild: Saša Asanović Apfelstrudel.jpg © foodstyle@asanovic.at

 

Von:

www.hoga-pr.de/veranstaltungen/foodstyling-kann-man-lernen-12823.html

Fleisch­los grillen: Vegetarische und vegane Rezepte für den Grill­abend

Posted By on July 22, 2015

Sie können Veggie-Wurst und Grill­käse nicht mehr sehen? Die fleisch­lose Küche präsentiert neue Ideen für den Rost: Folienkar­toffeln, marinierte Champignons, Zucchini und Auberginen – das sind die vegetarischen Vorreiter in der ansonsten fleisch­lastigen Grill­welt. Heute ist Grillen ohne Fleisch die Königs­disziplin. Neue Gerichte sind interna­tional inspiriert und mehr als nur Beilagen

Avocado für die Quesadillas

Papri­kastreifen, gehackte Chilis, geriebener Käse und in Scheiben geschnittene Avocado liefern eine Füllung für Quesadillas. Die mexika­nischen Weizen- oder Maisf­laden lassen sich gefüllt gut wenden, wenn man sie in ein Grill­gitter klemmt. Ungeschälte, halbierte und mit Öl bepinselte Avocados ohne Kern können mit der Schnitt­fläche auf den Rost gelegt werden. In die Mulde des Kerns passt eine fruchtig-scharfe Salsa aus Tomaten, Zwiebeln, Chili und Zitronensaft.

Tipp: Grillen Sie Avocados nicht zu lange und nur bei mitt­lerer Hitze, sonst werden sie bitter.

Gefülltes Gemüse

Essbare Mini-Kürbisse schme­cken gefüllt – etwa mit Ricotta-Paprika-Ei-Mischung. In Alufolie gewi­ckelt können sie direkt auf den Rost. Auch große Tomaten, Paprika, Champignons und Gemüse­zwiebeln lassen sich gut füllen. Man grillt sie am besten indirekt im Kugelgrill.

Tipp: Besser als Alufolie sind feuer­feste Schälchen, Edelstahl- oder Emaille-Grill­schalen. Durch Säure und Salz löst sich Aluminium verstärkt und kann auf das Grill­gut übergehen. Noch mehr Tipps und Hinweise zum Thema Grillen bietet das FAQ Grillen.

Kürbis mit Ingwer-Kokosmilch-Glasur

Kürbisse lassen sich in fingerdi­cken Spalten mit Öl bepinselt direkt grillen. Nach 12 bis 15 Minuten in einer zuckerhaltigen Ingwer-Kokosmilch-Glasur wenden und erneut grillen, bis der Zucker karamellisiert ist. Weitere vegetarische Grill­rezepte finden Sie im Buch Sehr gut vegetarisch grillen. Es ist im Verlag der Stiftung Warentest erschienen, hat 208 Seiten und kostet 24,90 Euro (20,99 Euro PDF-Download).

Gelesen auf:

https://www.test.de/Fleischlos-grillen-Vegetarische-und-vegane-Rezepte-fuer-den-Grillabend-4852619-0

Wie wäre es mit einer Fassauna im Garten?

Posted By on July 2, 2015

Eine gesunde und toll aussehende Alternative zur eigenen Sauna im Keller ist eine Fasssauna im Garten. In den skandinavischen Ländern, allen voran Finnland, ist die Sauna traditionell in einem separaten Haus untergebracht. Erst in den 1990er Jahren wurden Saunen in Badezimmer im Haus integriert.

Eine Fasssauna erspart Ihnen die mühevolle Arbeit, ein Saunahaus zu bauen und bietet dennoch die Möglichkeit, im Garten ihre eigene Sauna zu haben. Die Fasssauna wird vom Hersteller nach ihren Vorgaben und Wünschen gefertigt und komplett zusammengebaut geliefert. Sie benötigen lediglich eine ebene und stabile Fläche in ihrem Garten für Ihre Fasssauna. Die Lieferung der Fasssauna vom Lkw in ihren Garten erfolgt durch einen Gabelstapler.

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Eine Fasssauna gibt es in verschiedene Modellen und Ausführungen, je nach Art der Befeuerung und Größe. Die kleinste Fasssauna ist für 4 Personen, die größte noch montiert lieferbare Fasssauna bietet sogar Platz für 18 Personen! Je nach Größe der Fasssauna gibt es im Inneren einen oder mehrere Saunaräume (Umkleidekabine), getrennt durch Türen aus Glas.

Eine Fasssauna wird typischerweise aus nordischen Hölzern gefertigt. Der Innenraum ist aus Espenholz, die äußeren Wände der Fasssauna aus sibirischer Fichte oder sibirischer Lärche und mit SPA getränkt und imprägniert. Die Holzwände und Decken einer Fasssauna sind bis zu 45mm stark. Zwischen der Dachkonstruktion und der Bedachung ist ein wärmeisolierender Luftraum. Gute Anbieter bieten eine Auswahl verschiedener Farben und Materialien für die Bedachung ihrer Fasssauna an.

Bei der Beheizung der Fasssauna hat man die Wahl zwischen elektrischen Öfen und Öfen für die Befeuerung mit Holz. Bei einem Holzofen in der Fasssauna kann Wasser über den Steinen vergossen werden, der klassische „Saunaaufguss“. Das Aufheizen der Fasssauna hängt von der Größe sowie des Ofens ab, dauert jedoch nicht länger als 45 Minuten.

Weniger für unterwegs, sondern als eigene Sauna auf dem Campingplatz oder für den Saunaverleih konzipiert ist die mobile Fasssauna. Diese Fasssauna wird auf einem passenden Anhänger montiert und macht Ihr Saunaerlebnis mobil.

Gefahr durch Sekundenschlaf wird oft unterschätzt / ADAC-Tipps für lange Urlaubsfahrten

Posted By on July 2, 2015

Gerade zur Reisezeit betrifft dies viele Autofahrer. Das Problem: Die meisten Autofahrer überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten. Dabei führt Müdigkeit nicht nur zu Konzentrationsproblemen, sondern auch zu einer verminderten Reaktionszeit.

Besonders groß ist die Gefahr, wenn die Fahrt entgegen der inneren Uhr angetreten wird. Zwischen zwei und fünf Uhr morgens sowie am Nachmittag gegen 14 Uhr befindet sich der Mensch in einem biologischen Tief. Dies sollten Autoreisende bei ihrer Fahrt in die Ferien beachten. In der Nacht aufzubrechen, um den großen Staus zu entgehen, geht im Zweifelsfall auf Kosten der Sicherheit. Aber auch außerhalb dieser Zeiten können Autofahrer unter Müdigkeit leiden, vor allem dann, wenn die Fahrt sehr lange dauert und besonders monoton verläuft.

Der ADAC rät Autofahrern, sich selbst genau zu beobachten, um nicht vom plötzlichen Sekundenschlaf überrascht zu werden. Akute Warnzeichen sind häufiges Gähnen, plötzliches Frösteln und ein starkes Bewegungsbedürfnis. Auch wer Schwierigkeiten hat, die Spur zu halten oder das Gefühl hat, die Straße würde sich verengen, sollte schnellstmöglich eine Pause einlegen. Bei zufallenden Augen, plötzlichem Erschrecken und ruckartigen, unwillkürlichen Kopfbewegungen war der Fahrer bereits im Sekundenschlaf.

Fahrerassistenzsysteme können auf ein verändertes Fahrverhalten hinweisen. Spurhalteassistent und Auffahrwarnsysteme haben jedoch nur eine unterstützende Funktion und können einen Einschlafunfall nicht verhindern.

Um der Gefahr von Müdigkeit am Steuer vorzubeugen, ist eine gute Planung nötig. Die Fahrt sollte nur ausgeschlafen angetreten werden und beispielsweise nicht nach einem langen Arbeitstag. Während der Fahrt sind regelmäßige Pausen wichtig. Der ADAC empfiehlt, ungefähr alle zwei Stunden eine Pause einzulegen und sich dabei an der frischen Luft zu bewegen. Wer müde ist, kann ein Nickerchen zwischen 10 und 20 Minuten machen. Wer noch mehrere hundert Kilometer vor sich hat, sollte eine außerplanmäßige Übernachtung einlegen.

Um fit zu bleiben, sind ausreichend Flüssigkeit und eine leichte Kost wichtig. Zum Trinken empfehlen sich Wasser, Fruchtschorle und ungesüßte Früchtetees. Urlauber sollten für die Pausen gut verdauliche Zwischenmahlzeiten wie Obst, Rohkost und Vollkornbrötchen einpacken.

 

Adresse der Quelle:

www.presseportal.de/pm/7849/

FAQ Grillen: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Posted By on June 15, 2015

Gutes vom Grill soll lecker schme­cken – aber auch nicht zu Lasten der Gesundheit gehen. Fleisch, Wurst und Vegetarisches soll von guter Qualität sein – und am Ende soll das Barbecue vor allem Spaß machen. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen zum Thema „Grillen“.


Darf gepökeltes Fleisch auf den Grill?

Gepökelte Fleisch- und Wurst­waren wie Kasseler, Leberkäse, Speck oder konventionell erzeugte Wiener Würst­chen und Bock­würste sollten besser nicht auf den Grill, empfiehlt das Bundes­institut für Risiko­be­wertung. Denn sie enthalten Nitritpökelsalz (Kochsalz mit E 249 oder E 250), die unter anderem für die Farbe und das typische Pökelaroma sorgen. Beim Grillen von gepökeltem Fleisch können daraus krebs­erzeugende Nitrosamine entstehen. In den letzten Jahr­zehnten konnte die Aufnahme an Nitrosaminen zwar deutlich reduziert werden. Gepökelte Fleisch­erzeug­nisse sollten allerdings nach wie vor nicht stark erhitzt, also gebraten oder gegrillt werden. Tipp: Abge­packtes, mariniertes Grill­fleisch aus Geflügel kann manchmal gepökelt sein. Achten Sie bei Geflügel deshalb auf den Hinweis „gepökelt“ auf der Verpackung.


Mit Grill­schale: Ja oder nein?

Ja. Denn wenn Sie auf eine Grill­schale verzichten, können Fleisch­saft und Fett in die Glut tropfen und verbrennen – es bilden sich poly­zyklische aromatischen Kohlen­wasser­stoffe (PAK), von denen einige Vertreter krebs­er­regend sind. Sie steigen mit dem Rauch auf und lagern sich auf dem Fleisch ab. Vor allem die appetitlich gebräunte Fett­kruste des Grill­guts kann dann hohe Schad­stoff­mengen enthalten. Mit einer Grill­schale können Sie das verhindern.


Wie lässt sich der Schad­stoff­gehalt sonst noch senken?

Wenn Sie auf Grill­schalen verzichten, sollten Sie wenigs­tens die Marinade vor dem Grillen abtupfen – nachdem sie genügend einge­zogen ist. Die Bildung von Schad­stoffen können Sie auch verringern, indem Sie beim Grillen mit Holz­kohle einen möglichst großen Abstand zwischen Rost und Glut halten. Außerdem sollte das Grill­gut nicht länger als notwendig auf dem Rost liegen – etwa zum Warmhalten. Denn je länger die Grill­zeit und je höher die Temperatur, umso mehr unerwünschte Stoffe können entstehen. Tipp: Verzichten Sie darauf, Fleisch, Fisch und Gemüse während des Grillens in Alumini­umschalen zu salzen, zu würzen oder mit Zitronensaft zu beträufeln. Das rät das Bundesinstitut für Risikobewertung. Grund ist, dass sich das Metall unter dem Einfluss von Säure oder Salz vermehrt löst und auf das Grill­gut übergehen kann.


Mit Bier bespritzen: Ja oder nein?

Definitiv nein. Es ist nicht ratsam, Fleisch mit Bier zu bespritzen und so die Glut in Schach zu halten oder auf mehr Geschmack zu hoffen. Die Kohlenhydrate und Eiweiße im Bier können, wenn sie in die Glut tropfen, poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK) bilden.


Muss ich Verkohltes wegschneiden?

Ja, schneiden Sie verkohlte Stellen immer groß­zügig weg. Das gilt auch für Gemüse wie Paprika oder Zucchini. Schad­stoffe sitzen meist am Rand oder in der Kruste, weniger im Inneren. Das gilt sowohl für PAK als auch für hetero­zyklische aromatischen Amine (HAA). Sie bilden sich bei langem und starkem Erhitzen von Fleisch oder auch Fisch und sind wahr­scheinlich krebs­er­regend.

Fleisch und Wurst grillen


Woran erkennt man gutes Fleisch?

Gutes Fleisch fühlt sich fest an und lässt sich nicht stark eindrücken. Die Oberfläche sollte frischen Glanz haben und darf nicht schmierig sein. Hat das Fleisch an der Theke graue Stellen, ist das noch kein Zeichen von schlechter Qualität. Es heißt nur, dass das Fleisch schon eine Weile an der Luft liegt. Bei guter Kühlung ist das unbe­denk­lich. Gut zu wissen: Über vielen Kühl­regalen scheint ein getöntes Licht, in dem auch blasse Stücke rot und dadurch frisch wirken. Tipp: Wenn Sie ökologische Tierhaltung unterstützen möchten, kaufen Sie Biofleisch. Das Biosiegel der EU garan­tiert Aufzucht und Verarbeitung nach ökologischen Kriterien: etwa artgerechte Haltung, lange Warte­zeiten zwischen Medikamentengabe und Schlachtung, Fütterung der Tiere über­wiegend mit Biofutter. Neuland-Fleischereien bieten – anders als manche Kunden denken – kein Biofleisch an, legen den Fokus aber auf artgerechte und umwelt­schonende Tierhaltung.


Wie gut ist abge­packtes Grill­fleisch?

Fertig mariniertes Fleisch zu kaufen ist für Kochmuffel praktisch. Im letzten Test von fertig mariniertem Grillfleisch fanden die Tester aber manche Frischemängel und keinen Top-Grill­genuss. Schweinen­acken­steaks schnitten insgesamt besser ab als Geflügel­fleisch, sie sind aber auch fetter. Beim marinierten Geflügel­fleisch kam kein einziges Produkt auf ein gutes test-Qualitäts­urteil. Außerdem offen­barten die Zutaten­listen: Ohne Zusatz­stoffe wie Emulgatoren, Stabilisatoren, Geschmacks­verstärker und Aroma­stoffe geht es bei fertigen Marinaden wohl kaum. Auch färbende Stoffe und Säuerungs­mittel waren oft enthalten.


Worauf kann ich beim Kauf von Grill­fleisch achten?

Schweine­fleisch wird teil­weise einge­froren, zur Grill­saison aufgetaut, aufgeschnitten und in Marinade gelegt. Der Nachteil: Das Fleisch kann dabei qualitativ leiden und beim Auftauen Saft verlieren. Gemäß Lebens­mittel-Informations­ver­ordnung muss zwar gekenn­zeichnet sein, ob ein Lebens­mittel schon einmal einge­froren war. Dies gilt jedoch nicht für aufgetaute Zutaten in einem Endprodukt. Das heißt, war ein Steak gefroren, wird dann aufgetaut und erst anschließend mariniert, ist der Hinweis „aufgetaut“ auf der Packung nicht mehr verpflichtend. Das gleiche gilt für fertig mariniertes Fleisch von Bedien­theke. Fragen Sie die Verkäufer, ob das Fleisch schon einmal einge­froren war. Tipp: Wenn Ihnen die Herkunft des Fleisches wichtig ist, suchen Sie nach Geburts-, Aufzucht- und Schlacht­land auf dem Etikett. Diese Angaben müssen bei Schweine-, Lamm-, Ziegen- und Geflügel­fleisch seit April 2015 auf der Verpackung stehen. Das gilt aber nur für frisches, gekühltes oder gefrorenes Fleisch, nicht für verarbeitete Fleisch­produkte. Mariniertes, gewürztes Fleisch fällt in diese Kategorie. Hier ist die Herkunfts­angabe freiwil­lig.


Wie mariniere ich Fleisch am besten selbst?

Öl in den Marinaden hält das Fleisch saftig. Etwas Säure zum Beispiel Essig oder Zitronensaft, macht es zarter. In fast allen Marinaden gut: Senf, Sojasoße, Jogurt, Ingwer, Meerrettich. Hinzu kommen nach Be­lieben Kräuter, Pfeffer, Paprika, Honig oder Knoblauch. Laut Unter­suchungen an der Universität Kiel können die Zutaten Rosmarin, Salbei, Thymian oder Knoblauch in der Marinade die Bildung von wahr­scheinlich krebs­er­regenden (HAA) mindern. Verantwort­lich dafür könnten Antioxid­anzien sein. Als Einwirk­zeit für Marinaden reicht etwa eine Stunde.


Was sind eigentlich „Rubs“ oder „Rubbs“?

Das sind neue Würzmixturen für Fleisch, für die Gewürze geröstet, gemörsert und in das Fleisch einmassiert werden (Eng­lisch: to rub – reiben). In unserem Rezept finden Sie Angaben für Mischungen aus Zitrone und Fenchel, orienta­lischen Gewürzen oder Kaffee und Vanille. Noch mehr Rezepte für Marinaden, selbst gemachte Bratwürste und viele inno­vative Grill­rezepte, dazu Informationen zu Grill­methoden, Grill­geräten, Kohle und gutem Anzünder stehen im Buch „Sehr gut grillen“ der Stiftung Warentest.


Welches Fleisch empfiehlt sich, wenn ich auf Diät bin?

Wer Kalorien sparen möchte, greift am besten zu Geflügel­fleisch oder -würst­chen. Geflügel­fleisch kommt auf höchs­tens 5 Prozent Fett. Im Höchst­fall hat es pro 100 Gramm rund 130 Kilokalorien. Dafür kann es leicht trocken werden. Aromatisch und am saftigsten schmeckt marmoriertes, also mit Fett gut durch­wachsenes Fleisch. Deshalb ist Schweinen­acken so beliebt. Er bringt es typischer­weise jedoch auf 10 bis 15 Prozent Fett, pro 100 Gramm auf insgesamt rund 250 Kilokalorien.


Wie finde ich gute Bratwürste?

Abge­packte Bratwürste sind im Laufe der Zeit besser geworden. Das zeigte der letzte Bratwursttest im Vergleich zum Vortest. Die mikrobiologische Qualität hat in vier Jahren zugelegt: Fanden die Prüfer 2010 noch zahlreiche Keime auf drei von 19 untersuchten Bratwürsten, zeigte im Jahr 2014 kein einziges Produkt Verderbnis­anzeichen. Ob mit Käse, Kalb- oder Puten­fleisch – das ist Geschmacks­sache. Regionale Spezialitäten wie Nürnberger und Thüringer Rostbratwurst sind durch EU-Recht geschützt. So dürfen zum Beispiel die kleinen Nürn­berger Rost­bratwürste nur in Nürn­berg hergestellt werden. Sie bestehen aus grob zerkleinertem Schweine­fleisch mit einem hohem Anteil an Muskel­fleisch, stecken im Schafs­darm, enthalten maximal 35 Prozent Fett und schme­cken nach Majoran. Tipp: Besondere Bratwürste finden Sie beim Fleischer. Probieren Sie mal scharf gewürzte Merguez aus Lamm und oft auch Rind. In der Bärlauch­saison gibt es auch mal Bärlauch­bratwurst. Manche Fleischer experimentieren auch mit scharfen Zutaten wie Chili, Ingwer oder Jalapeño.

Vegetarisch grillen


Was kann ich für Vegetarier grillen?

Praktisch alles fleisch­lose, was eine einigermaßen feste Struktur hat, kann auf den Grill: Kartoffeln, Gemüse oder Obst. Folienkar­toffeln, Grill­käse, marinierte Champignons, Zucchini und Auber­ginen sind typische vegetarische Grill­zutaten. Auch Tofu lässt sich grillen, zum Beispiel am Spieß mit Gemüse und Pilzen. Der Sojaquark sollte mindestens eine Stunde in einer Marinade liegen, etwa mit Sojasoße als Basis. Es gibt auch vegetarische Würst­chen und Steaks aus Tofu oder Pflanzeneiweiß. Grill­käse wie Halloumi schmeckt, wenn er vor dem Grillen in gewürztem Olivenöl gewendet wird.


Was geht noch und ist mal was anderes?

In Scheiben geschnittene Avocado, Papri­kastreifen, gehackte Chilis und geriebener Käse liefern eine Füllung für Quesadillas. Die mexika­nischen Weizen- oder Maisf­laden lassen sich gefüllt gut wenden, wenn man sie in ein Grill­gitter klemmt. Ungeschälte, halbierte Avocados ohne Kern können mit der Schnitt­fläche auf den Rost gelegt werden. In die Mulde des Kerns passt eine fruchtig-scharfe Salsa aus Tomaten, Zwiebeln, Chili und Zitronensaft. Essbare Mini-Kürbisse, große Tomaten, Paprika, Champignons und Gemüse­zwiebeln lassen sich gut füllen. In Alufolie gewi­ckelt können sie direkt auf den Rost. Oder man grillt sie indirekt im Kugelgrill. Tipp: Besser als Alufolie sind feuer­feste Schälchen, Edelstahl- oder Emaille-Grill­schalen. Durch Säure und Salz löst sich Aluminium verstärkt und kann auf das Grill­gut übergehen. Die Schalen und Schälchen eignen sich auch für klein­teiliges Grill­gut, damit es nicht durch den Rost fällt. Das Grillen in den Schalen dauert aber etwas länger als in Alufolie. Abwechs­lungs­reiche, interna­tional inspirierte Grill­rezepte ohne Fleisch finden Sie im Buch „Sehr gut vegetarisch grillen“ der Stiftung Warentest.

Die richtigen Grill­techniken kennen


Wie funk­tioniert indirektes Grillen?

Das indirekte Grillen eignet sich besonders für größere Fleisch­stücke wie etwa Roastbeef oder Lamm­keule, ganzes Geflügel, ganze Fische und viele Gemüse-Grill­gerichte. Indirekt grillen heißt: nicht über, sondern neben der Glut. Dafür kann man die Kohle an den Rand schieben und das Grill­gut in die Mitte des Rosts legen. So wird die Hitze reduziert. Das Ganze gilt als schonendes Verfahren, bei dem sich deutlich weniger Schad­stoffe bilden. Voraus­setzung ist ein geschlossenes Grill­system wie ein Kugelgrill.


Was ist vom Grillen von Hähn­chen auf einer Bierdose zu halten?

Beim sogenannten „Beer-Can-Chicken“ wird ein Hähn­chen auf eine halb volle Bierdose gesetzt und so im Ofen oder auf dem Grill gegart. Das Ergebnis soll besonders aromatisch, zart und saftig sein. Darüber streiten sich Grill­experten allerdings. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät in jedem Fall vom Bierdosen-Hähn­chen ab. Gesund­heits­schädliche Druck­farben oder Dosenlack könnten sich von der Außenseite der Dosen lösen und ins Fleisch übergehen. Als unbe­denk­liche Alternative zur Bierdose gibt es im Fach­handel Hähn­chenbräter aus Edelstahl. Auch mit einem stabilen Einkoch­glas soll dieses Grill­rezept funk­tionieren.

Homepage besuchen:

www.test.de/

Route nationale 7: Im alten Opel Kapitän über die Route 66 Europas

Posted By on June 2, 2015

Was ist aus der Landstraße, der alten Fernstraße geworden? Was aus den Wegen, auf denen die Reisenden nicht durch die abgeschirmte Welt sechsspuriger, kreuzungsfreier Autobahnen von einem Ende des Landes zum anderen geführt werden? Auf denen sie vielmehr mit ihrer Limousine mitten durchs Leben rollten, auf zwei Spuren mit Gegenverkehr, und immer mal entschleunigen mussten, auch stehen bleiben, wobei ihr Blick durch die Fenster in Wohnzimmer, Cafés oder Geschäfte fiel.

Bei heruntergekurbelten Scheiben zogen die wechselnden Gerüche, Geräusche und Temperaturen herein. Mehrere Tage auf engstem Raum unterwegs, Strapazen, plärrende Kinder – aber viele der Straßen durch Städte, Dörfer und Landschaften wurden verehrt, einige besungen, sie waren legendär, ihre Namen standen für Sehnsucht, Fernweh, für die schönsten Jahre des Autokults.

Die französische Antwort auf die amerikanische Route 66

Willkommen im Roadmovie, Einsteigen ins Jahr 1956, jedenfalls in ein Auto aus jenem Jahr. Mit einem alten Opel Kapitän geht es “in die Sonne, in die Freiheit”. So heißt das Buch des Autors Michael Kröher und des Fotografen Wolfgang Groeger-Meier, die uns darin, fast wie im Kino, ihre Reise auf so einer Straße vorführen. Auf der französischen Route Nationale 7, die Ikone für den Autoverkehr in Richtung Süden aus den 50er- und 60er-Jahren.

Ausgangspunkt: Paris. Endpunkt: Mittelmeer, kurz hinter Nizza bei Menton. Neben den sonnenhungrigen Touristen zogen Tramps, Hippies und Straßenmusiker entlang der Nationale 7 (RN 7) gen Süden. Auch Groeger-Meier war auf der Strecke einst zu Hause. Aufgewachsen in Paris sah er sie als Kind viele Jahre hintereinander, jeden Sommer vom Rücksitz des elterlichen Peugeot 404 aus, hin und zurück.

Die RN 7 ist ein Traum, liebevoll auch “Route Bleue” genannt – blau wie das Meer und der Himmel an der Côte d’Azur. Sie war die französische Variante der amerikanischen Route 66. Doch mit dem Ausbau der mautpflichtigen Autobahnen verblasste ihr Ruhm. Heute schätzen Nostalgiker den Umweg, am stilvollsten im Oldtimer. Wer sie in unseren Tagen befahren will, muss allerdings historischen Straßenkarten folgen. Auf den neuen ist sie nicht mehr markiert, ihr offizieller Status ist passé.

Seit die Nationale 7 entwidmet wurde und die Zuständigkeit 1972 an die Departements ging, ist das Original auf vielen Etappen “verfälscht”, der Verkehr auf Umgehungsstraßen verlegt, auf vierspurige Schnellstraßen, oder gleich auf die Autobahn. Um so charmanter, inzwischen fast schon wieder naturbelassen, präsentiert sich die ursprüngliche Strecke. Und sie sind noch zu finden, die berühmtesten Etappen, die Rastplätze und Tankstellen, die Gasthäuser und berüchtigten Engpässe in den Orten, einst in der Hochsaison geplagt von stundenlange Staus.

Sie fahnden nach Zeugen aus der Zeit der Route nationale

Die ersten Kilometer der Strecke – Beginn ist vor der Kathedrale Notre Dame – verlieren sich noch im Straßengewirr des Pariser Zentrums. Hinaus geht es durch die Betonschluchten der Trabantenstädte. Von ihnen war damals noch nichts zu sehen, nichts zu ahnen von der explosiven sozialen Brisanz, die dort heute herrscht. Bei Orly steht am Straßenrand der Torso einer Concorde.

Dass der Traum vom Überschall-Passagierverkehr schon bald ausgeträumt sein würde, ahnte auch keiner in der Zeit, als die Pferdestärken unter der Haube immer mehr und die Pisten immer breiter wurden. Dann, hinter Fontainebleau, kommt das Gefühl der Landstraße auf, alte Alleen, von Buschwerk überwucherte Tankstellen, längst geschlossene Rasthäuser, angepriesen in den alten Reiseführer. Sie und die verwaschenen Reklamewände auf Häusern, mit Werbung für längst verschwundene Marken, zeugen von der einst so lebendigen Verkehrsader.

Anders als die Familienväter aus den Sechzigern und Siebzigern, die ihre Dauphine, R4 oder Simca Aronde nach Kräften prügelten, damit sie spätestens am zweiten Abend am Mittelmeer das Zelt aufschlagen konnten, lassen sich Kröher und Groeger-Meier Zeit, für sich, für den Leser, für ihren Kapitän. 1000 Kilometer in fünf Tagen, Spurensuche auf der Nationale 7.

Sie fahnden nach Zeugen aus der großen Zeit, Besitzer überlebender Werkstätten und Tankstellen etwa, die damals, zu Zeiten ihrer Väter, öfter zum Boxenstopp luden, weil die Ölwechsel noch alle 5000 Kilometer vorgeschrieben waren und allfällige Malaisen nervten, gerissene Bowdenzüge oder verdreckte Unterbrecherkontakte.

Die Autoren besuchen die Attraktionen der Durchgangsorte, an denen auch die Urlaubshungrigen, bei aller Eile, wenigstens beim ersten Mal kurz innehielten, die Brücke von Avignon, die römischen Amphitheater in Vienne und Orange. Sie treffen Menschen, die noch sehnsüchtig vom großen Durchgangsgeschäft in der Gastronomie und im Einzelhandel berichten können.

Wo die Ente endlich mal den Käfer abhängen konnte

Aber auch nach vorn denkende Bürgermeister, die entlang der heute ruhigeren Strecke sanften Tourismus aufbauen, und Wirte aus Sternerestaurants, die daran teilhaben wollen. Oder sie besuchen Häuser, die unmittelbar von der RN-7-Nostalgie zehren, wie das “Musée Mémoire de la Nationale 7” in Piolenc, in dem die Kleinwagen alle stehen, die damals die Strecke bevölkerten.

Die Landschaften wechseln mit den Flusstälern, Île-de-France mit der Seine, Burgund und Zentralmassiv mit der Loire. Dann der Aufstieg zur westeuropäischen Wasserscheide zwischen Atlantik und Mittelmeer, zum Col du Pin-Bouchain auf immerhin 760 Meter über dem Meer, wo damals die 2CV-Ente endlich mal den etwas stärker motorisierten VW abhängen konnte. “Der Käfer ist eben doppelt so schwer und kann nicht so gut durch die Kurven schaukeln”, verteidigte sich dann der deutsche Papa am Volant in Richtung Rückbank.

Noch sind sie nicht überall verschwunden, die oben abgerundeten, rot-weißen Kilometersteine der Nationale 7 und all die anderen alten Wegmarken, gemalt, gegossen, gemauert, obwohl ihnen ihre offizielle Funktion genommen wurde. Irgendwann werden sie unter Denkmalschutz stehen. Beim Abstieg zur Rhône beginnt es, nach Mittelmeer zu riechen, hinunter geht es zu den Pinienwäldern, zu den Olivenbäumen, den Kräutern der Provence, den zirpenden Grillen, den warmen Abenden.

Das Auto der beiden Autoren, fast sechzig Jahre alt, ist denkbar passend. Ihr Kapitän, Oberklasse, sechs Zylinder, 75 PS, 140 Spitze, war vielleicht der schönste in der Modellreihe, die damals fast jährlich die Karosserie wechselte und dabei ansonsten meist nur amerikanischen Protz nachahmte. Der “56er” nicht, zweifarbige Eleganz, freundliches Gesicht, zurückhaltende Proportionen.

Nun gut, Weißwandreifen hätten vielleicht gepasst, vor allem ein Autoradio. Dann nämlich hätten die Fahrer in den fünf Tagen daraus sicher irgendwann den Schlager von Charles Trenet aus dem Jahr 1959 über die Straße herausgeholt: “Man ist glücklich auf der Route Nationale 7”, sang Trenet damals, trällerte über die Olivenbäume am Straßenrand, den Himmel darüber und die Sonne im Herzen. Ein Hit. Es blieb nicht der einzige über die Kultstraße.

Warum die beiden Autoren nicht mit einem Citroën DS 19 oder Peugeot 404 unterwegs waren? Kröher sagt, sie hätten auf der Strecke, die heute von vielen französischen Nostalgikern in ihren einheimischen Oldtimern befahren wird, mit dem Kapitän ganz bewusst zeigen wollen, dass sie aus dem Ausland, aus Deutschland gekommen seien. Dabei dürfte das freundliche Gesicht auch damals auf der Nationale 7 kein unbekanntes gewesen sein. Der Kapitän, die Oberklassen-Limousine, war in den 50er-Jahren zeitweise der am drittmeisten verkaufte Autotyp in Deutschland, hinter dem VW Käfer und dem Opel Rekord, und zwei Drittel der Produktion gingen ins europäische Ausland.

Klassiker, zu denen die Highways niemals aufrücken werden

Beliebt war die Strecke sowieso auch bei Urlaubern in Deutschland, wo es an legendären Landstraßen eher mangelte. Wer hier nach dem Krieg in den Süden in die Ferien wollte, dem standen von Anfang an Autobahnen zur Verfügung, und die hatten noch nie Charme. Gab es je ein sehnsüchtiges Lied über die “Hafraba”, die Autobahn von den Hansestädten über Frankfurt nach Basel? Oder über Bundesstraßen wie die B 3, die zu Beginn wenigstens noch manche Lücke im vierspurigen Netz zweispurig schließen mussten?

Sie blieben ohne Glanz, nie wurde eine deutsche Fernstraße mit der Route 66 durch die USA verglichen, die Nationale 7 dagegen immer wieder. Erst vor Kurzem führte die “Washington Post” in einer Reportage die Parallelität an. Auch der alte amerikanische Highway ist Kult, in einem Land, in dem die großen Roadmovies wie “Easy Rider”, “Paris, Texas” oder “Wild at Heart” eben die guten alten zweispurigen Straßen in Szene setzen, jene Klassiker, zu denen die Highways niemals aufrücken werden.

Kurz vor dem Ende der RN 7 schossen die Autoren noch ein Foto vom Hauptdarsteller, ihrem Kapitän, vor dem Schloss in Villefranche-sur-Mer, in dem die Rolling Stones Songs schrieben und Joints rauchten. Das war Anfang der Siebziger, als die Kultstraße zur Geschichte wurde. Wenige Kilometer später war auch damals Schluss, am Meer oberhalb von Menton. Hier stand – und steht immer noch – der letzte rot-weiße Kilometerstein, der das Ende markierte – und den Start zurück nach Paris.

Original:

http://www.welt.de/reise/nah/article141377201/Im-alten-Opel-Kapitaen-ueber-die-Route-66-Europas.html

Pornos gucken mit dem Partner: So viele Frauen tun es

Posted By on May 27, 2015

Experten fanden heraus, wie viele Frauen Pornos gucken, Vibratoren nutzen, Fesselspiele mögen – und ob es wirklich einen vaginalen Orgasmus gibt.

 

Interessant: Frauen sind beim Sex experimentierfreudiger geworden als noch vor zehn Jahren – aber legen auch mehr Wert auf Treue in der Beziehung. Das sind die Ergebnisse einer Langzeitstudie des Instituts für Sexualforschung der Uniklinik Hamburg-Eppendorf, die diese Woche beim Spiegel veröffentlicht wurden. Fast zehntausend Studentinnen wurden über Jahre hinweg ausgiebig zu ihrem Sexleben befragt. Das klare Ergebnis: In den letzten 20 Jahren haben Frauen eindeutig mehr Selbstbewusstsein beim Sex entwickelt und haben keine Scham, das für sich einzufordern, was ihnen Lust macht.

Blümchensex war gestern – die Fakten der Studie im Überblick

  • 44 Prozent der befragten Frauen gucken gemeinsam mit dem Partner Pornos (vor 20 Jahren nur 29 Prozent).
  • 38 Prozent benutzen einen Vibrator (vor 20 Jahren noch 11 Prozent).
  • 36 Prozent probieren Fesselspiele – oft bleibt es aber trotz “Shades of Grey” nur beim einmaligen Versuch (vor 20 Jahren: 18 Prozent).
  • 20 Prozent verbinden den Sex mit anregenden Rollenspielen (vor zwanzig Jahren machten das nur 11 Prozent).
  • 47 Prozent gaben an, “mehr als sechs Geschlechtspartner”gehabt zu haben (weniger als noch 1981, wo der Wert bei 61 Prozent lag)
  • 85 Prozent verlangen vom Partner absolute Treue (vor zwanzig Jahren noch 69 Prozent)
  • 8 Prozent haben den aktuellen Partner schon einmal betrogen (vor zwanzig Jahren noch 34 Prozent).

“Den vaginalen Orgasmus gibt es nicht”

Auch interessant: Laut Experten vom Italienischen Zentrum für Sexualforschung in Bologna ist nicht nur der G-Punkt eine Illusion – auch den vaginalen Orgasmus gibt es nicht. Viele Frauen mögen beschwören, so einen Orgasmus selbst erlebt zu haben, Ursache des vaginalen Orgasmus ist trotzdem die Klitoris, wenn auch über einen Umweg: Selbst, wenn sie beim Sex nicht primär stimuliert wurde, ist die Klitoris dank Mitarbeit des “erektilen Gewebes um die Scheide” beteiligt und führt so zum Höhepunkt.

Wie “vermessbar” ist die Lust?

Klar, hundertprozentig sicher ist natürlich nichts davon – die Sexualforschung ist halt keine Atomphysik, bei der jede Kleinigkeit messbar ist und in nackten Zahlen festgehalten wird. Der G-Punkt wird mit Sicherheit weiter unter Forschern umstritten bleiben, und trotz der anatomischen Erkenntnisse aus Bologna wird wohl auch der vaginale Orgasmus weiter diskutiert werden (von der Frage, ob jetzt Frauen “squirten” können oder nicht, ganz zu schweigen).

Entscheidender an diesen Forschungsergebnissen ist: Frauen kennen ihren Körper und ihre Bedürfnisse besser als je zuvor und haben auch keine Scham mehr, ihre Wünsche beim Partner direkt anzusprechen. Direkte Kommunikation ist und bleibt das beste Mittel für guten Sex.

Und wir haben gelernt: Auch der tollste Sex kann in der Beschreibung mit Formulierungen wie “erektiles Gewebe um die Scheide” plötzlich wahnsinnig unsexy wirken.

 

zum Artikel:

www.brigitte.de/liebe/sex-flirten/

Das erste Mal High-Heels: ein kleiner Ratgeber

Posted By on May 24, 2015

Nichts macht so schöne und lange Beine wie ein gutes Paar High Heels. Am besten mit ultradünnem Stiletto, besonders zarten Riemchen und in der Gesamtheit mehr ein Hauch von Nichts als ein Schuh. Doch wie um Himmels Willen soll frau auf so etwas laufen können? Ein Crash-Kurs zum Laufen auf High Heels.

Welcher Schuh passt zu mir?

Um auf einem Paar High Heels gut laufen zu können, ist zunächst von Bedeutung, welche Schuhform und Absatzhöhe gewählt wird. Zu eng sollten die Schuhe nicht sein, da sonst Haltungsschäden drohen. Überlegen Sie sich, welche Art von Schuh zu Ihnen und Ihrem Fuß passt. Zu weite Schuhe fördern aber eher einen schleichenden statt einen schreitenden Gang. Slingpumps sind daher im Sommer eine gute Wahl. Im Winter oder bereits im Herbst kann ein Paar Stiefel mit Absatz ebenfalls gute Dienste leisten. Bei beiden Schuhformen ist zumindest sichergestellt, dass sich die Trägerin nicht während des Laufens in Cinderella verwandelt und einen Schuh zurück lässt. Ist der richtige Schuhe gefunden heißt es: üben, üben, üben.

Nach dem Schuh ist vor dem Schuh

Während des Tragens und im Anschluss an die Verwendung von High Heels ist es besonders wichtig, auf die richtige Pflege der Füße und ihre größtmögliche Schonung zu achten. So sollten High Heels mit einem zusätzlichen Gel-Polster ausgestattet werden. Diese verhindern Druckstellen und entlasten sowohl Ballen als auch Fersen. Ein angenehmeres Tragegefühl wird so hergestellt. Nach dem ausziehen der high Heels sollten die Füße entsprechend gepflegt werden. Ein anti-Blasen Stift mit Hirschhorntalg verhindert die Entstehung, während kühlende Gels und spezielle Pflaster hilfreich sind wenn bereits entstandene Blasen zu versorgen sind. Mehr Informationen zur Blasen-Behandlung – siehe auch unter Hansaplast.de.

Nicht nur der Schuh zählt!

Um High Heels tragen und trotzdem einen grazilen Gang aufweisen zu können, ist die richtige Pflege und Vorbereitung nötig. So muss zunächst ein passendes Paar gefunden werden, das verhältnismäßig bequem sitzt. Cremes zur Behandlung von Blasen und Gel-Polster helfen zudem, Verletzungen vorzubeugen, bzw. diese zu behandeln.

 

Aufgespürt auf:

http://www.trendigemode.de

Wir machen Eis mit zwei Zutaten – ohne Eismaschine!

Posted By on May 12, 2015

Der Frühling kommt gerade erst in Fahrt – aber wir sind schon ganz verrückt nach Eis. Und damit wir zu Hause immer einen Vorrat unserer liebsten Eissorten im Gefrierschrank haben, machen wir unser Eis selbst. Und das ist ganz einfach! Was wir dafür brauchen? Nur zwei Zutaten. Das Rezept für diese einfache Eisvariante kommt von Back-Queen Gemma Stafford, die auf ihrem Youtube-Kanal jede Woche tolle, neue Kreationen mit ihren Fans teilt.

Das einfachste Eis der Welt

So einfach könnt ihr Eis selber machen: Sahne (450 ml) steif schlagen, Kondensmilch (400 ml) dazugeben und verrühren, bis es etwas dicker wird. Fertig ist die Grundlage für euer Eis. Was jetzt noch fehlt: die Zutaten für eure liebsten Geschmacksrichtungen. Wenn die drin sind, kommt das Eis in den Gefrierschrank. Dann müsst ihr euch nur noch etwas gedulden.

Gemma teilt nur Rezepte, für die man ganz normale Kuchenutensilien braucht. Für das Eis sind das ein Stand- oder Handmixer und die zwei Zutaten plus die Zugabe für die Geschmacksrichtung eurer Wahl.

Hier sind drei von Gemmas Varianten:
Strawberry Cheesecake mit zerbröseltem Käsekuchen und Erdbeerpüree, Cookies and Cream mit zerbröselten Oreos (oder anderen Cookies) und Mango-Eis mit Vanilleextrakt und Mangopüree. Die Zutaten werden einfach zu dem Grundeis dazugegeben und untergerührt. Fertig!

Auf ihrem Youtube-Kanal teilt die Irin Gemma Stafford, professionelle Köchin und Back-Queen, noch mehr ihrer Kreationen – von gesundem Frühstück über Kuchen und Desserts bis hin zu Eis mit nur zwei Zutaten ist alles dabei, was das Genießerherz begehrt. Zurzeit lebt Gemma in Kalifornien – von hier aus lädt sie jeden Donnerstag eine Folge mit einem neuen Rezept hoch.

3 Fragen an Gemma Stafford

Deine Kuchen-Kreationen sind unglaublich! Was ist dein Geheimnis?

Ich versuche, mich von anderen Backkanälen auf Youtube abzuheben, indem ich Desserts kreiere, bei denen ich Qualitätszutaten und Backtechniken einsetze, die ganz simpel sind. Ich habe am Dublin Institute of Technology Kochen studiert und dann unter der berühmten Köchin Darina Allen in der Ballymaloe Cookery School in Cork studiert, bevor ich die Welt bereist habe. Ich nehme all meine Erfahrung aus meiner Ausbildung und den Reisen zusammen, wenn ich mir neue Rezepte für meine “Bigger Bolder Bakery” überlege.

Was ist dein Rat für Backanfänger?

Übung, Übung, Übung. Das Tolle am Backen ist, dass es eine fantastische Fähigkeit ist, die du dein ganzes Leben lang haben wirst. Je häufiger du backst, umso besser wirst du. Ich arbeite seit mehr als zehn Jahren als professionelle Köchin. Ich habe Fehler gemacht und aus ihnen gelernt, sodass meine Zuschauer es gleich richtig lernen können und weniger Fehler machen.

Was sind deine drei Lieblingsrezepte?

Zu meinen Lieblingsrezepten gehört natürlich das Eis ohne Eismaschine. Es ist ein so vielfältiges Rezept, du kannst jede Geschmackssorte machen, die du magst – und das Beste: Du brauchst noch nicht mal eine Eismaschine. Hier geht’s zu Gemmas Ice Cream Party.

Zu meinen Lieblingen zählen außerdem meine Zimtschnecken, die man nicht kneten muss (“No knead cinnamon rolls”). Hier geht’s zu Gemmas “No knead cinnamon rolls”.

Mein absolutes Lieblingsrezept aus meiner Kindheit in Irland ist Pavlova. Meine Mutter hat es immer für Dinner-Partys gemacht, und ich dachte immer, dass es das anspruchvollste Dessert ist, das man machen kann. Bis heute bringt es immer großartige Erinnerungen zurück.

 

Gesichtet bei:

www.brigitte.de

Österreich: Gute Nachbarn

Posted By on May 11, 2015

In Wien hat die Caritas ein ehemaliges Pensionistenheim in ein stylisches Hotel umgebaut. Empfangen werden die Gäste von Flüchtlingen.

Von Cathrin Kahlweit

Wien ist, auch wenn die Wiener das immer behaupten, keine grüne Stadt. Sicher, es gibt ein paar Parks und kleine Grünflächen, aber kaum breite, baumbestandene Alleen oder idyllische Wasserläufe. Wien ist, jenseits des goldenen Innenstadt-Rings, an vielen Stellen ziemlich grau. Das “Magdas” aber liegt in Gehweite von der City am Rand des Praters. Von den Hotelterrassen und Balkonen aus schaut man in Baumwipfel, das Riesenrad dreht sich jenseits der Prater-Hauptallee leise im Kreis, und eine gigantische Schiffsschaukel schwingt beseelte Passagiere durch die Lüfte. Man kann sogar den Kahlenberg in der Ferne sehen und die Heurigenlokale am Hang erahnen. Das Hotel Magdas hat also einen immensen Vorteil, wenn man eine grüne Oase mitten in der Großstadt sucht: die Lage.

Leicht wird es das Hotel trotzdem nicht haben. Denn Wien hält knapp 60 000 Hotelbetten für seine Gäste vor. Und auch wenn es an manchen Tagen so aussieht, als sei mit großer Wahrscheinlichkeit jedes Bett an jedem Tag im Jahr belegt: Das täuscht. Die durchschnittliche Auslastung liegt bei 60 Prozent.

Warum das wichtig ist? Weil dem Magdas erst einmal nur fünf Jahre zugestanden wurden, um zu beweisen, dass es allein überleben kann. Und weil ein Hotel, das von der katholischen Kirche betrieben wird, das mit viel kreativem Erfindungsgeist eingerichtet werden musste, das von den Nachbarn – zumindest anfangs – sehr skeptisch betrachtet wurde, mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Zumal ein Teil seiner Angestellten Ungelernte oder ehemalige Langzeitarbeitslose sind. Und nicht alle super Deutsch sprechen.

Aber man kann die Sache auch ganz, ganz anders betrachten, und dann stellt sich das Hotel an der Laufbergergasse im zweiten Bezirk als eine kleine Sensation dar.

Es ist stylish, hip, heiter, gemütlich, innovativ, preiswert. Unter den 26 Mitarbeitern sind, neben fünf echten Hotellerie-Profis und einem Jobcoach, 20 Menschen aus 14 Nationen, die sich in der großen, weiten Welt auskennen, denn daher kommen sie: Es sind Flüchtlinge, die in Österreich als Asylbewerber anerkannt wurden oder eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung haben und in der Mitte Europas ein Zuhause suchen. Manche haben es im Magdas gefunden. Sie sprechen Russisch, Persisch, Portugiesisch, Spanisch, Französisch, Englisch.

Oder Arabisch. Malid Khodada stammt aus dem Irak, vor drei Jahren ist er über die Türkei mit dem Bus nach Österreich geflohen. Der junge, schüchterne Mann ist Jeside, und auf die Frage, vor wem oder warum er davongelaufen sei, wiederholt er das Wort Angst: Angst vor den Islamisten, aber auch Angst vor den Kurden, vor der Zukunft, vor dem Krieg. “Ich musste die Schule verlassen, hatte keine Arbeit. Ich bin 25 und habe schon mein halbes Leben verloren, ich will nicht noch mehr verlieren”, sagt er. Jetzt hat er einen echten Job, er arbeitet an der Bar des Magdas, und wenn er unsicher inmitten von Hotelgästen Platz nehmen soll, um zwischen Couchtischen, Kuchenvitrinen und Bücherregalen, mit Blick auf die noch unbestuhlte Holzterrasse hinter den großen Glasfenstern von seinem schwierigen, oft einsamen Leben zu erzählen, dann merkt man, dass er noch nicht angekommen ist. Dass er auch jetzt Angst hat, er gehöre nicht wirklich hierher.

Genau das will man bei der Caritas ändern. Der Staat Österreich heißt, wie ganz Europa, Geflüchtete nur sehr bedingt willkommen. Offiziell sollen Asylverfahren nur etwa sechs Monate dauern, aber viele dauern Jahre. Nach drei Monaten dürfen Asylbewerber theoretisch arbeiten – aber nur als Saisonarbeiter, als Erntehelfer etwa, in der Gastronomie, als Prostituierte. Die Zuverdienstgrenze liegt bei 110 Euro, wer mehr verdient, läuft Gefahr, aus der sogenannten Grundversorgung und damit auch aus der Krankenversicherung herauszufallen. Kaum ein Geflüchteter und kaum ein Arbeitgeber geht das Risiko ein: zu viel Bürokratie, zu viel Gefahr.

Unter anderem deshalb hat die österreichische Caritas, eine Hilfsorganisation der katholischen Kirche, unter der Überschrift Social Business eine Firma gegründet: Die Caritas Services GmbH realisiert Projekte unter der Dachmarke Magdas, was übrigens von “ich mag das” herrührt. Ziel sei es, sagt Klaus Schwertner, Geschäftsführer der Caritas, “soziale Probleme mit wirtschaftlichen Ansätzen zu lösen”. Also betreibt man mittlerweile eine Kantine, zwei Großküchen, einen Hausmeisterbetrieb, einen Supermarkt, eine Recycling-Firma – und eben das neue Hotel.

Das war früher ein Pensionistenheim, und vor dem Umbau war alles etwas ältlich. Aber nun hängt ein Schild über dem Eingang, das verheißt, hier würden ” Vorurteile abgebaut”, und Studenten von der benachbarten Akademie der bildenden Künste haben sich eine schöne Methode ausgedacht, wie die Fassade aufgehübscht werden soll: Jeder Gast kann für 15 Euro ein glänzendes Kupfer-Paneel kaufen, das dann an der Außenwand befestigt wird. So wächst dem Hotel nach und nach eine glänzende Schale zu.

Überhaupt die Studenten: Sie haben sich bei der Renovierung mächtig ins Zeug gelegt und mitgeholfen, die Zimmer auszustatten. Die alten Einbauschränke wurden auseinandergesägt und als Tische neu zusammengesetzt. Hotel-Chef Sebastiaan de Vos, ein Profi aus den Niederlanden, ist durch die Republik gefahren und hat Möbel gesammelt: Metallschränke von der Bahn, die jetzt als Kleiderschränke einige Zimmer zieren, und ehemalige Gepäckablagen aus Zügen, auf die man seine Koffer stapeln kann. Vintage-Möbel und bunt bemalte Wände sind kombiniert mit neuen Teppichen und neuen Matratzen, und jeder Raum hat seinen eigenen Witz und Charme. Das Jägerzimmer zum Beispiel: An die Wand hat jemand Fahrradsättel mit Lenkern so angeschraubt, als hingen da Hirschgeweihe. Und obwohl die FPÖ anfangs unkte, hier werde womöglich ein Drogenumschlagplatz entstehen, weil in einem Teil des Gebäudes nämlich auch noch eine Wohngemeinschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht ist, haben viele Nachbarn nach einer Schockphase – huch, hier sollen Ausländer leben? – Vertrauen gefasst, Bücher und Pflanzen gebracht.

Jetzt wirkt alles frisch poliert und heiter, und die Flüchtlinge, die ja nun Mitarbeiter sind, zeigen das Haus mit sichtlichem Stolz. Balvinder Singh etwa ist ein Sikh aus Nordindien, und er ist insofern eine Ausnahme, als er schon seit mehr als 20 Jahren in Österreich lebt. Er wollte auch einen Pass beantragen, aber das hat nicht geklappt, weil er nicht lange genug in die Sozialversicherung eingezahlt hat: keine Arbeitsgenehmigung, kein Job, Herzinfarkt, behindert. Er hat mal Gartenarbeit gemacht und mal Zeitungen ausgetragen, aber meist lebte er von der Sozialhilfe. Jetzt zerspringt er fast vor Dankbarkeit, dass es noch mal eine Chance für ihn gegeben hat nach all der Zeit. Klar, sagt Hoteldirektor de Vos, laufe nicht alles immer ideal: Menschen, die jahrelang von einem Verfahren ins nächste stolperten, von einer Anhörung zur nächsten, immer in Sorge vor einem negativen Bescheid oder einer Abschiebung, die immer nur warten mussten, warten, warten, die hätten manchmal Mühe, wieder in ein geregeltes Arbeitsleben einzutauchen.

Aber offenbar ist man im Magdas wild entschlossen, alle Mitarbeiter zu stabilisieren, zu trainieren und zu halten. Und vier Jugendlichen aus der WG der unbegleiteten Flüchtlinge eine Hotellehre zu ermöglichen.

Warum das so eindeutig und so sichtbar ist? Im Foyer begrüßen den Gast große und kleine, rechteckige und quadratische Fotos von all den schwarzen, gelben, weißen, hellbraunen und dunkelbraunen Menschen, die hier arbeiten. Und die Fotos würden ja nicht alle da hängen als Verbeugung, Lebensbeweis und Existenzberechtigung, wenn die Gefahr bestünde, dass das Projekt scheitert. Oder?

 

Originalbeitrag lesen:

www.sueddeutsche.de/